
Wie behandelt der Naturheilkundler welche Beschwerden? Welche Therapien sind angeraten, bestimmte Symptome zu behandeln? Welche Ernährung ist sinnvoll? Was ist der aktuelle Stand des naturheilkundlichen Wissens? Gibt es für die Behandlung natürliche Wirkstoffe mit ausreichend Erfahrungswerten? Gibt es wissenschaftliche Untersuchungen zu natürlichen Behandlungsmethoden?
Unterzuckerung (Hypoglykämie)
Hypoglykämie bedeutet einen tiefen Blutzuckergehalt zu haben und wird gewöhnlich durch eine Überproduktion des Hormons Insulin verursacht. Normalerweise befördert Insulin den aus der Nahrung aufgenommen Zucker von der Blutbahn in die Zellen. Es kontrolliert dadurch den Blutzucker (Glukose) und verhindert einen zu starken Anstieg nach den Mahlzeiten.
Zuviel oder zuwenig Insulin kann zu schweren Problemen führen. Zuwenig Insulin führt zu Diabetes, während zuviel Insulin, als Antwort auf eine Mahlzeit, zu einer Krankheit führt, welche als Hypoglykämie bezeichnet wird. Bei Hypoglykämie lösen Mahlzeiten, welche reich an einfachen Zuckern und raffinierten Kohlenhydraten sind, eine zu starke Insulinsekretion aus, welche dann den Blutzucker auf sehr tiefe Werte senkt. Darüber hinaus enthalten die raffinierten Kohlenhydrate auch kaum den Zuckerstoffwechsel regulierende Nährstoffe.
Obwohl die meisten Körpergewebe bei tiefem Blutzuckergehalt andere Energielieferanten als Glukose verwenden können, ist das Gehirn vollständig auf eine kontinuierliche Glukosezufuhr angewiesen um seine Aufgaben zu erfüllen. Dies erklärt, warum die meisten Symptome von Hypoglykämie mit mentalen Funktionsstörungen verbunden sind.
Symptome der Krankheit
Die Symptome treten meist am Vormittag und am frühen bis späten Nachmittag, üblicherweise 2 - 5 Stunden nach den Mahlzeiten auf und können schwerwiegend und behindernd sein. Personen mit Hypoglykämie sind oft erschöpft und reizbar zwischen den Anfällen.
Die Symptome reaktiver Hypoglykämie:
Ernährungsempfehlungen
Die beste Diät um Schwankungen des Blutzuckers zu vermindern ist die folgende: Vermeidung der Einnahme von Zucker und raffinierten Kohlenhydraten (wie weißes Mehl und weißer Reis). Diese führen zu einer schnellen Erhöhung des Blutzuckers, was eine Überproduktion von Insulin auslöst. Diese Nahrungsmittel sollten ersetzt werden durch solche, welche reich an komplexen Kohlenhydraten und Nahrungsfasern sind (die die Absorption der eingenommen Zucker verlangsamen und den Glukoseanstieg während den Mahlzeiten vermindern), wie Gemüse Hülsenfrüchte, Hafer und Vollkorngetreide. 5 - 6 kleine Mahlzeiten sollten über den Tag verteilt werden; sobald der Blutzucker zu sinken beginnt, dient eine weitere Mahlzeit als Kohlenhydratquelle um den Blutzucker konstant zu halten.
Jede Mahlzeit sollte Nahrungsmittel mit hochwertigen Proteinen und maßvollen Mengen an pflanzlichen Ölen (Nüsse, Samen, kaltgepresste Öle) enthalten. Alkohol, starker Tee, Kaffee und Rauchen verstärken Hypoglykämie
Die Nahrungsmittel sollten nach folgenden Richtlinien ausgewählt werden:
Erlaubte Nahrungsmittel:
Zu vermeidende Nahrungsmittel:
Nährstoffempfehlungen
Vitamin C mit Bioflavonoiden
Kann die Blutzuckerregulation verbessern. Wir epfehlen hohe Dosierungen.
Vitamin B-Komplex
Vitamine des B-Komplexes sind essentiell für den Glukoseabbau, der die Energie liefert für die Hirnzellen
Magnesium
Verbessert Blutzuckerkontrolle
Multimineralien und Spurenelemente
Mangel an verschiedenen Mineralstoffen, einschließlich Zink und Chrom erhöhen das Risiko für Hypoglykämie. Kann Blutzuckerregulation verbessern.
Chrom in kolloidaler Form
Reguliert den Blutzuckerspiegel
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