
In seinem Buch „Gifte im Alltag“ (Taschenbuch Beck) beschäftigt sich Dr. Daunderer mit Giften, die uns in unserem täglichen Leben begleiten, mit ihren über lange Zeit oft verheerenden Wirkungen und vor allem, wie wir uns davor schützen können und was wir gegen bereits erfolgte Vergiftungen tun können. Der Ratgeber hilft, Umweltgiften auf die Spur zu kommen und sie zu meiden. Die wichtigsten Aussagen des Buches möchten wir Ihnen mit dieser Zusammenstellung näher bringen.
Es gibt auf der Welt inzwischen ca. 12 Millionen chemische Substanzen, von deren Auswirkung auf Gesundheit und Umwelt kaum etwas bekannt ist. Nur 1500 Stoffe werden in der MAK-Liste (maximale Arbeitsplatzkonzentration) für gefährliche Arbeitsstoffe aufgeführt. Da einigermaßen zuverlässige Untersuchungen lange Zeit benötigen, teilweise sogar Jahrzehnte und während der ganzen Zeit auswertbares Material gesammelt werden muss, bleibt die Unsicherheit über Auswirkungen lange bestehen.
Zunehmend leiden Menschen unter nur schwer behandelbaren Krankheiten oder Störungen wie Allergien, Immunschwäche oder Beschwerden, die der Arzt in keinem Lehrbuch beschrieben findet. Undefinierbare Symptome haben fast immer einen Grund in einer chronischen Vergiftung oder Dauerschädigung durch ionisierende Strahlen und eventuell durch elektromagnetische Felder.
Die Anzahl der Alltagsgifte ist hoch. Selbst ein Grobtest auf Nahrungsmittel-Allergien kann bereits auf 50 – 60 Substanzen ansprechen und allergetisierende Stoffe in der Kosmetik gibt es zu Hunderten.
Mit diesem Thema hat sich Dr. med. Dr. med. habil. Max Daunderer seit Jahrzehnten intensiv auseinandergesetzt. Der Internist und habilitierte klinische Toxikologe ist in den vergangenen 30 Jahren durch zahlreiche Veröffentlichungen und Vorträge über Vergiftungen und deren Behandlung bekannt geworden. Seit seinen Einsätzen bei den Massenvergiftungen in Seveso und in Bhopal widmet er sich verstärkt Vergiftungen akuter sowie chronischer Art, die durch Umwelteinflüsse entstehen und setzt sich dabei vor allem für die Prävention ein.
Der Autor beschäftigt sich in diesem Buch mit solchen Substanzen, die in allen wichtigen Arbeitsbereichen vorkommen, die wegen ihrer Dauerwirkungen chronische Schäden verursachen können (besonders Zahngifte) und deren Gefährdungspotential für alle Menschen groß ist.
Auch die Wirkstoffe in Pharmaka, die Genussgifte in Schokolade, Tee und Kaffe, die Drogen- Wirkstoffe aller Art sind Alltagsgifte, deren Einwirkungen man jedoch durch eigene Entscheidungen zulässt oder nicht. Ausnahmen sind Tabakrauch und Alkohol (Ethanol), weil man wider Willen zum Passivraucher werden kann oder weil Ethanoldämpfe aus vielen Alltagsprodukten eingeatmet werden.
In den Industrienationen gibt es niemanden, der nicht viele Alltags- und Umweltgifte im Körper speichert. Niemand weiß, wie neu aufgenommene Gifte zusammen mit den bereits gespeicherten zusammenwirken. Die Gifte werden in bestimmten Körperdepots angereichert und bis man eine Wirkung spürt, können wegen der geringen Konzentration Jahre oder Jahrzehnte vergehen. Es kommt zu einer chronischen Vergiftung, für die es nur selten sichere Frühwarnzeichen gibt.
Nachts werden verstärkt Giftdepots gebildet, während des Schlafs ist der Stoffwechsel gedrosselt, die Hauptentgiftungsorgane Leber und Nieren arbeiten langsamer .Daher ist es wichtig, Schlafzimmer möglichst frei von „Wohngiften“ zu halten.
Die meisten Alltagsgifte werden im Fettgewebe und im fettähnlichen Nervengewebe gespeichert, weniger in Muskeln und Knochen und am wenigsten in Haaren und Nägeln. Das Ausscheidungsorgan Leber speichert die fettlöslichen, die Niere die wasserlöslichen Gifte. Weitere Giftspeicherorgane sind Bauchspeicheldrüse, Haut, Darm, Knochenmark und langfristig auch das Gehirn (besonders für Zahngifte sowie verschluckte und eingeatmete Speichergifte).
Eine Mobilisierung dieser Speicher durch z.B. Infekte, Stress, Kaffee, Tee und andere Genussgifte kann Vergiftungssymptome hervorrufen , je nach Dauer der Speicherung und dem Maß der Vorschädigung.
Besonders gefährlich ist in diesem Zusammenhang das Fasten, weil mit dem Verbrauch des Speicherfetts sämtliche Giftdepots im Fettgewebe mobilisiert werden (ein kontrolliertes Fasten wird später im Kohle-Mobilisationstest beschrieben). Diese überschwemmen nun die vorgeschädigten Entgiftungsorgane und reichern sich zugleich in Nervengewebe und Gehirn an.
Langfristig führen sämtliche chronische Vergiftungen zu Hirn- und Nervenschäden und zu Schäden des Immunsystems. Bei vielen Alltagsgiften beträgt die Latenzzeit 30 Jahre und mehr. Die ersten Anzeichen sind Befindlichkeitsstörungen wie häufige Müdigkeit und Konzentrationsschwäche.
Die größte Lebensgefahr für Umweltvergiftete ist eine erneute Vergiftung, interessanterweise aber auch unkontrollierte Gewichtsabnahme.
Zu einer akuten Vergiftung ist eine relativ hohe Giftkonzentration nötig. Verschiedene Gifte verursachen eine Reihe charakteristischer Krankheitszeichen, die für ein bestimmtes Gift oder für eine Giftgruppe kennzeichnend sind. Häufige Vergiftungsursachen werden vom erfahrenen Hausarzt auch meist rasch erkannt.
Chronische Vergiftungen haben eine lange Latenzzeit, während der insbesondere die Speicherorgane geschädigt werden. Es reicht dann zur Auslösung von Organschäden ein Bruchteil der Konzentration, die beim Gesunden eine akute Vergiftung hervorruft: 1 Tausendstel nach 3 Jahren, 1 Zehntausendstel nach 30 Jahren. Wie ein Gift wirkt, hängt nicht nur von Speicherorgan und Latenzzeit ab, sondern auch von der bei jedem Menschen abweichenden Art der Toxinverarbeitung.
Da viele Gifte das gleiche Organ schädigen, muss das auslösende Gift nicht auch die Ursache der chronischen Vergiftung sein. Verschiedene Wirkungskomplikationen können sich ergeben:
Alltagsgifte verstärken sich gegenseitig in ihrer Wirkung auf Nerven- und Immunsystem. Extrem wird diese Verstärkung (Synergismus) bei einer Einwirkung am gleichen Angriffspunkt, wie z. B. Blei und Quecksilber, Pentachlorphenol und Dioxinen (krebserregende Kohlenwasserstoffe), Pyrethroiden (Insektizid) und Lösemitteln (in Farben, Lacken, Verdünnern, Nagellackentferner...), PCB (wirken ähnlich wie Dioxine und sind immer mit diesen verunreinigt) und Dioxinen.
Alltagsgifte haben keine sichere ungefährliche Dosis, Grenzwerte geben nur das Hauptrisiko an und werden von der Arbeitsmedizin übernommen, von gesunden Arbeitern bezogen auf eine einzige Substanz. Bei Alltagstoxinen handelt es sich jedoch um vielfältige Einwirkungen. Die Hauptwirkung der Alltagsgifte ist eine Allergie, die sich später gegen den eigenen Körper richten kann, eine sogenannte Autoimmunerkrankung. Bei einer Allergie gilt der Grenzwert Null.
Amerikanische Toxikologen konnten in den letzten Jahren beweisen, dass giftige Chemikalien bereits bei Werten toxisch wirken können, die weit unter denen liegen, welche die bekannten Anzeichen und Symptome auslösen. Man spricht von “subklinischer Toxizität“, die sich als Intelligenzverlust, Verhaltensänderung, verminderte Aufmerksamkeit und Müdigkeit äußern kann. Hier fallen vor allem die Nervengifte Blei, Quecksilber und andere Metalle auf, sowie organo-phosphathaltige Schädlingsbekämpfungsmittel und manche chlorierte Kohlenwasserstoffe auf. Da das Zentrale Nervensystem wenig regenerationsfähig ist, können die Störungen unumkehrbar sein.
Die Ursachen akuter Vergiftung kann man durch Blut- und/oder Urinuntersuchungen bestimmen. Da bei chronischen Vergiftungen die Gifte nicht mehr ausgeschieden, sondern in Depots angereichert werden, führen diese Untersuchungen hier nicht weiter. Allergietests und Autoimmuntests sind dagegen positiv.
Bei Obduktionen fand man in manchen Fällen mehr als Einhundert mal höhere Giftkonzentrationen im Gehirn als im Blut.
Zu Beginn jeder Suche lässt man von einem guten Zahnarzt
Wenn die Vergiftungsursache herausgefunden wurde, kann man den Nachweis durch Mobilisationstests erbringen. Dabei leert man die Depots ohne Schaden, indem mobilisierte Gifte fest an eine Trägersubstanz gebunden und mit ihr zusammen ausgeschieden werden. Durch vielfache Anwendung der Tests unter ärztlicher Aufsicht, kann oftmals eine vollständige Entgiftung erfolgen.
Hausstaubuntersuchung: Man nimmt Uralt-Hausstaub von schwer zugänglichen Stellen (auf oder unter den Schränken, in Fußbodenritzen...), um langjährige Belastungen festzustellen (z.B. Lösemittel, Metalle...) und man nimmt frischen Staub für aktuelle Einwirkungen. Der Staub darf nur gekehrt, nicht gesaugt werden (der Staubsauger trennt Lösemittel, Metalle und Staub).
Kohlesammler sind Aktivkohle-Prüfröhrchen, die man 8 Tage lang auf den Boden stellt, um aktuelle Belastungen der Atemluft durch flüchtige Substanzen (Formaldehyd, Lösemittel...) zu messen. Sie sind von toxikologischen Labors erhältlich.
Diese Gifte wirken nicht nach einer einfachen Dosis-Wirkungs-Beziehung, sondern nach langer Latenzzeit nach dem Alles-oder-Nichts-Gesetz durch ihre allergisierende Wirkung. Eine Allergie wird gefördert durch:
Je nach Fettlöslichkeit reichern sich Gifte in Gehirn, Knochen, Niere, Leber und anderen Organen an Eingeatmet gelangen sie unverändert in Gehirn und Kieferknochen. Durch Stress, Gewichtsverlust und Medikamente werden Gifte aus den Speicherorganen freigesetzt.
Bei Quecksilber (Amalgam) und Gold konnte man als erstes nachweisen, dass sie bei gesunden Ratten Autoimmunkrankheiten auslösen.
Bis zu weiteren Nachweisen muss man davon ausgehen, dass Zahngifte und Müllverbrennungsanlagen die Hauptquellen für Allergien und Autoimmunkrankheiten sind wie: Rheuma, MS, Diabetes, Hepatitis, Niereninsuffizienz, Schilddrüsenerkrankungen, Muskelerkrankungen, perniziöse Anämie, Lungenerkrankungen, Schuppenflechte, Herzerkrankungen, Unfruchtbarkeit usw.
Je länger eine Person den Umweltgiften ausgesetzt ist, desto höher ist die Rate der Autoimmunkrankheiten. Bei den über 60jährigen liegt sie um 40% höher als bei 30jährigen.
Bei akuten Vergiftungen lässt sich das verursachende Toxin in Blut, Urin oder Haaren finden, bei chronischen Vergiftungen kann man es in den Speicherorganen untersuchen, bei Umweltgiften nur an der Quelle messen.
Bei Hunderten von Patienten mit nachgewiesenen Umweltvergiftungen (per Langzeit-Epicutantests) stellte Dr. Daunderer fest, dass im Test nach 7 Tagen zu 95% eine Allergie positiv war und zusätzlich meist das vorher identifizierte Gift auch zu Hautreaktionen führte.
Dem Nachweis sollte die Behandlung der Ursache folgen. Wenn die für Umweltgifte typische Allergie nachgewiesen wurde kommt es nur dann zur Besserung, wenn der Grenzwert für das Gift Null ist. Giftherde in Zahnwurzeln müssen operativ entfernt werden.
Alltagsvergifteten kann nur ein Arzt helfen, der
Bei chronisch Vergifteten dosiert man Gegengifte niedrig und gibt sie in großen Abständen, nur so kommt es zu wirklicher Giftausscheidung, eine Blutentgiftung ist wertlos. Die ausgeschiedenen Toxine werden in Stuhl und Urin nachgewiesen , nachdem vorher der Ausgangswert festgestellt wurde.
Schnellste Wirkung fürs Gehirn: 6 mal Schnüffeln von DMPS mit Messung der Ausscheidung im 3. Stuhl nach dem Schnüffeln. Die Vorgehensweise wird im Buch beschrieben. DMPS-Schnüffeln hilft besonders gut bei Gedächtnisstörungen, Hirnleistungsstörungen und Depressionen . Es ist erst dann sinnvoll, wenn vorher alle Metalle aus dem Mund entfernt wurden.
Medizinalkohle ist das älteste und wichtigste Gegengift in der klinischen Toxikologie. Sie bindet fast alle wasserlöslichen und fettlöslichen Gifte, leider auch die Vitamine, nicht jedoch Elektrolyte. Sie vermag nicht die Zellen zu entgiften, dafür ist sie die einzige Substanz, die auch schwerste Allergiker lebenslang gefahrlos einsetzen können. Medizinalkohle unterbindet den heteropathischen Kreislauf, d.h. Gifte aus der Leber gelangen nicht mehr über den Darm ins Blut zurück.
Anwendung: Bei allen Giften in Salzform, als Metalle, Lösemittel, Bakterien, Viren, Amalgam beim Ausbohren, bei chronischen Amalgamvergiftungen, allen chronischen Vergiftungen mit Leberausscheidung, bei den Holzgiften Pentachlorphenol, Lindan, Dichlofluanid, bei den Wohngiften Pyrethroide, Toluol, Benzol, Lösemittel, Lacke...
Achtung: Medizinalkohle bindet für 3 Tage alle geschluckten Medikamente.
Dosierung: 1 mal wöchentlich 10 Gramm
Selbst bei täglichem Einsatz über 1 Jahr bei einer schweren Dioxinvergiftung traten keine Mangelerscheinungen auf.
Zink ist wesentlicher Bestandteil vieler Enzyme und ist u.a. zuständig für Immunabwehr, Fruchtbarkeit, Haar- und Fingernagelwachstum. Der tägliche Bedarf liegt bei 10 – 15 mg, der Gesamtvorrat im Körper beträgt 1,4 – 2,3 g.
Nach Vergiftungen, Unfällen, Operationen und Verbrennungen wird mehr Zink benötigt, denn es unterstützt die Heilungsvorgänge und wird dazu in nicht unerheblichen Mengen verbraucht. Chronische Vergiftungen durch Amalgam, Cadmium und aromatische Kohlenwasserstoffe verursachen Zinkmangel. Er kann mit DMPS-Test, Blutuntersuchung oder Haaranalyse nachgewiesen werden. Verboten ist eine zusätzliche Zinkzufuhr allerdings bei schweren Nierenschäden. Zink sollte man zur besseren Aufnahme erst 2 Stunden nach dem Essen nehmen.
Diese häufig verwendete Zahnfüllung besteht aus einer Mischung gleicher Teile metallischen, hochgiftigen Quecksilbers mit Metallspänen aus Zinn, Silber, Kupfer und Zink. Es ist ein Allergen und kann zu Autoimmunkrankheiten führen
Die Wirkungsweise: Amalgam ist ein Immun- und Nervengift. Jede Amalgamplombe führt mit der Zeit zu Organschäden, wobei sich die Giftwirkungen der verwendeten Metalle gegenseitig verstärken. Von allen Zahngiften ist Amalgam am gefährlichsten!
Zink und Selen entgiften als Spurenelemente den Körper, Zink über die Nieren, Selen über eine Hirneinlagerung, d.h. die Einnahme von Selen führt zu einer Hirnvergiftung, solange noch Amalgam im Körper ist. Bei mehreren Amalgamfüllungen kann der Organismus nicht mehr ausreichend entgiften, der daraus resultierende Spurenelementmangel wiederum beschleunigt noch die Vergiftung. Allergiker reagieren besonders schnell auf die stark allergetisierenden Metallsalze, die sich im Speichel und in den Verdauungswegen aus dem mechanischen Abrieb und den elektrolytisch aus dem Amalgam gelösten Bestandteilen bilden. Kinder und Kranke reagieren dabei um mindestens 100 mal stärker auf Gifte als gesunde Erwachsene. Schwangere übertragen die Gifte während der Schwangerschaft, so dass Neugeborene bereits vergiftet auf die Welt kommen.
Amalgam schädigt nach wenigen Jahren den Zahnhalteapparat unumkehrbar, seine antibiotische Wirkung züchtet resistente, hochgefährliche Bakterien und Pilze an den Wurzelspitzen der amalgamgefüllten Zähne. Häufig sind Parodontose und Zahntaschen sichtbar.
Amalgam wird außer im Gehirn auch in vielen anderen Organen deponiert, was zu einer steigenden Empfindlichkeit gegen Chemikalien bis zu deren völliger Unverträglichkeit führt, zu generalisierter Allergie, bei der schon durch geringste Mengen Formaldehyd heftigste Reaktionen ausgelöst werden. Hochgradige Infektanfälligkeit und bisweilen Krebs sind weitere Folgen.
Leitsymptome chronischer Amalgamvergiftung: Allergien, Bauchschmerzen, Energielosigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel und nachlassende physische Fähigkeiten
Unspezifische Symptome: Amalgam im Oberkiefer verursacht mehr Nervenschäden, im Unterkiefer mehr Immunschäden.
Mögliche Schäden durch Amalgam: Allergien, Bandscheibenschäden, Magen-Darm-Beschwerden, Anämie, Chemikalienunverträglichkeit, Elektrosensibilität, Gewichtsverlust, Haarausfall, Erkältungskrankheiten, Bluthochdruck, Herzrhytmusstörungen, Hautkrankheiten, Pilzerkrankungen, Muskelschwäche, Krämpfe, Nierenschäden, Rheuma, Migräne, Unfruchtbarkeit, Kindesmissbildung, Zahnausfall, Zittern, Gedächtnisstörungen, Empfindungs- und Wahrnehmungsstörungen, Befindlichkeitsstörungen (wie Schlaflosigkeit, Nervosität, Frösteln, innere Unruhe...), nervöse Störungen wie Stottern, Schwindel, Gesichtszuckungen, Impotenz...., Angstgefühle usw.
In schweren Fällen kann es zu Erblindung, Ertaubung, Gesichtslähmung, MS.... kommen, als Spätfolgen können Krebs, Osteoporose und Alzheimer auftreten. Die tragischste Amalgamfolge ist eine Autoimmunkrankheit.
Maßnahmen: In schweren Fällen, bei Hirn- und psychischen Symptomen – Nachweis durch Kernspintomogramm. Bei Amalgamträgern sieht man Metallablagerungen in den Alveolen der Zähne, im Kiefer, den Lippen, der Zunge, der Nasennebenhöhlen, den basalen Hirnbereichen und oft fleckenförmig in der Großhirnrinde.
Weitere Vorgehensweisen wie Langzeitprovisorium, Neue Füllung, Ziehen toter Zähne, Entgiftung und Amalgamersatz finden Sie im Buch ab S. 63.
Zahnamalgam wurde in Deutschland bis in die 1990er Jahre als Arzneimittel geführt. 1989 erbrachte Dr. Daunderer den Nachweis, dass die giftigen Bestandteile des Amalgams durch Organspeicherung zu schweren, oft unumkehrbaren Vergiftungen führen können. Die Amalgamhersteller haben diese Beweise beiseite geschoben und sich geweigert, die neuen Erkenntnisse in die Beipackzettel mit aufzunehmen. Amalgam läuft jetzt unter Medizin-Produkte, mit einem Totenkopf auf der Packung. Nach offiziellen Angaben ist es nach Einsetzen in den Mund nicht mehr schädlich, nach dem Entfernen aus den Zähnen ist es jedoch Sondermüll. Sicher ist:
Bei nachgewiesener Vergiftung trägt die Haftpflichtversicherung des Arzneimittelherstellers, von dem das zuletzt verwendete Amalgam stammt, die Kosten der Sanierung, Entgiftung und von Schadensersatzansprüchen. Da Amalgam jedoch inzwischen kein Arzneimittel mehr ist, erfolgt auf diesem Wege keine Zahlung. Gesetzliche Krankenkassen zahlen eine Entgiftungstherapie erfahrungsgemäß nur, wenn die Vergiftung zuvor privat nachgewiesen wurde (DMPS-Test). Die zahnärztliche Behandlung, um die Gift- und Eiterherde zu entfernen, zahlen die Kassen meist nicht.
Bei einer nachgewiesenen Allergie (Epicutantest) wird die Sanierung von manchen Krankenkassen bezahlt. (Das Buch wurde 2005 geschrieben)
Die Problematik des Amalgams hat Dr. Daunderer noch ausführlicher in seinem Buch: „Amalgam“ (ecomed Verlag, 2000 erschienen) besprochen.
Am bekanntesten sind Wasserrohre aus Blei, die bereits von den alten Römern gefertigt wurden. Manche Historiker sehen in der chronischen Bleivergiftung der Römer durch die Wasserleitungen einen wesentlichen Grund für den Niedergang des römischen Weltreiches. Auch bei uns gibt es noch Bleiwasserrohre, insbesondere in den nördlichen Bundesländern, in Berlin bestehen noch heute 30% der Wasserleitungen aus Blei (evtl. durch Wasseranalyse prüfen lassen oder Hausbesitzer fragen)
Blei wurde früh genutzt, denn es ist weich, dehnbar, schmilzt bei geringen Temperaturen, lässt sich mit einfachen Mitteln bearbeiten und ist sehr korrosionsfest. Heute verwendet man Blei vor allem für Akkumulatoren, Munition, Mennige (Rostschutz) und für Strahlenschutz, z.B. Bleischürze zum Abdecken beim Röntgen .Geringere Bleianteile stecken auch in Zinngeschirr (nur zur Dekoration verwenden) und in Wasserarmaturen (bevor man Wasser zum Trinken oder für die Nahrungszubereitung nimmt, immer erst 1 Glas voll ablaufen lassen). Glasuren und Gläser (Bleikristall) sind inzwischen meist bleifrei. Auch Benzin ist seit längerem bleifrei.
Blei ist ein starkes Blut-, Nerven- und Nierengift, das bereits in geringsten Mengen Nerven und Blut schädigt. Besonders gefährlich ist das Einatmen von bleihaltigen Stäuben und Dämpfen. Blei reichert sich überall im Körper an, besonders in Leber, Nieren, Knochenmark, Knochen und Zähnen ; bestimmte Bleiverbindungen gehen bevorzugt ins Fettgewebe und ins Gehirn.
Krankheitszeichen können bereits bei Konzentrationen von 1 Mikrogramm pro ml Blut (entspricht 0,1 Mikrogramm im ml Urin) auf. Dieser Wert wird erreicht, wenn man 8 Stunden lang einer Konzentration von 0,1 mg pro Kubikmeter Luft ausgesetzt ist (das ist bereits der MAK-Wert von Blei!). Schwangere reagieren wesentlich empfindlicher, Blei überwindet die Plazentaschranke und kann den Embryo schädigen.
Symptome einer chronischen Bleivergiftung: Gelenkschmerzen, Gewichtsabnahme, Herzbeklemmung, Kollapsneigung, Müdigkeit, Muskelschmerzen und –schwäche, Schwindel, Übelkeit, Magen-Darm-Beschwerden, Impotenz, Merkschwäche, Nervosität, Zittern, Gefühllosigkeit in Armen und Beinen, epileptische Anfälle bei Kindern......
Klinische Symptome: Anämie, Bleikoliken, graugelbe Hautverfärbung, hoher Blutdruck, Knochenveränderungen, Kochenmarksschädigung, Leber- und Nierenschäden, Zwölffingerdarmgeschwüre, Sterilität, Abort oder Fruchtschädigungen bei Schwangeren; Hirnstörungen mit zum Teil schweren Krämpfen und massiven Depressionen, in besonders schweren Fällen Parkinson.
Bei Kindern äußern sich Bleivergiftungen anfangs in langem Schlafen, Spielunlust, Reizbarkeit, häufigem Weinen, Bauchschmerzen, Durchfall, Erbrechen, später auch in Krampfanfällen. Als Dauerschäden bleiben Lähmungen und verminderte Intelligenz.
Bereits geringe Bleimengen führen zu Hautallergien, Autoimmunkranheiten und fördern Krebs.
und Zink Entgiftung durch sofortigen Expositionsstopp, DMPS und eventuell Vitamin B1, Magnesium und Zink. Austausch aller noch vorhandenen Bleiwasserrohre.
Pestizide nennt man alle chemischen Verbindungen zur Abtötung von Lebewesen wie Insektizide, Fungizide, Herbizide usw. Man verwendet sie in Landwirtschaft und Gartenbau, als Holzschutzmittel und zur Entseuchung von Wohn- und Lagerräumen.
Die verwendeten Chlorkohlenwasserstoffe (CKW) sind besonders schädlich für Gesundheit und Umwelt und biologisch kaum abbaubar. Neben Dioxinen und Furanen gehören dazu die klassischen Pestizide DDT, Pentachlorphenol (PCP), Lindan und neuere Verbindungen wie Dichlofluamid, Permithrin oderr Tebuconazol, aber auch PVC, Chloropren, verschiedene Lösungsmittel, Mittel in chemischen Reinigungen (gereinigte Kleidung mindestens 1 Tag im Freien auslüften und ausdünsten lassen, bevor man sie wieder in den Schrank hängt!).
Man ist bis vor kurzem so sorglos damit umgegangen, dass die Pestizide inzwischen weltweit fester Bestandteil der Nahrung sind. Es wird beispielsweise davon ausgegangen, dass DDT, das erst 1974 bei uns verboten und noch in den 80er Jahren in den Ländern der dritten Welt versprüht wurde, bis weit ins 21. Jahrhundert in Natur und Nahrungskette wegen seiner Langlebigkeit angereichert sein wird Außerdem haben sich pestizid-resistente Insekten (z.B. Malariamücke) gebildet. Nach dem Verbot von DDT benutzte man die ebenfalls langlebigen halogenierten Kohlenwasserstoff-Verbindungen Lindan, PCP, Dieldrin, Aldrin und andere.
Erst als Tausende von Menschen, die Bauhölzer und Einrichtungsgegenstände mit PCP- und Lindan-haltigen „Holzschutzmitteln“ behandelt hatten, chronisch schwer erkrankten, wurde zumindest die Verwendung von PCP und Lindan in Holzschutzmitteln verboten.
Moderne Pestizide wie Dichlofluanid, Chlorthalonil, Endosulfan, Tebuconazol, halogenierte Carbamate, Oxime und viele Pyrethroide (sie sind der Natur chemisch nachgebaut, enthalten jedoch oft Halogene) werden meist rasch abgebaut, können aber auch schaden.
Alle Pestizide greifen das Nerven- und Immunsystem an, dies wird durch die enthaltenen Lösemittel noch verstärkt. Sie führen zu Hautallergien und später zu Autoimmunerkrankungen. Für die Symptome chronischer Vergiftung durch PCP und Lindan hat die Landesärztekammer Baden-Württemberg folgende Liste erstellt:
Allgemeine Symptome: Allergien mit Bindehautentzündung, Nasennebenhöhlenentzündung, Bronchitis, Asthma bronchiale, Ekzeme, Verstärkung vorhandener Allergien, Blutungsneigung infolge Gerinnungsstörungen, Anämie, Milz- und Lymphknotenschäden, Chemikalienunverträglichkeit, Gewichtsverlust, Herzrhytmusstörungen, Immunschäden mit Infektanfälligkeit, verzögerte Wundheilung, Kopfschmerzen, Müdigkeit mit Schlafstörungen, Schwitzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Leberschäden, Unwohlsein und Schwindel
Dermatologische (die Haut betreffende) Symptome: Akne, allgemeine Hautveränderungen, Furunkulose, Haarausfall, Neigung zu Pilzerkrankungen
Neurologische (die Nerven betreffende) Symptome: Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Krämpfe, Zuckungen, Zittern, Geruchsüberempfindlichkeit, Sehstörungen, Gefühl von Kälte und Brennen, Sensibilitätsstörungen mit Kribbeln und Taubheit der Glieder
Psychische Symptome: Nervöse Unruhe und mangelnde Initiative, Konzentrationsstörungen, Reizbarkeit, Gemütsschwankungen bis zur Aggression, Sexualstörungen, Störungen des Kurzzeitgedächtnisses
Zu beobachten sind auffällige Gedeihstörungen von Zimmerpflanzen und Haustieren bis zum Tod, außerdem starkes Insektensterben.
Vorsichtsmaßnahmen: Vollständiger Expositions-Stopp gegenüber allen Nervengiften: Kein Rauchen oder Passivrauchen, kein Alkohol. Keine Gewichtsabnahme ohne Schutz, Pestizide können sonst über das Blut in andere Organe gelangen. Keine Aromatherapien. Periodische Fettentgiftung wie im Kohle-Mobilisations-Test beschrieben.
Lösemittel gehören heute zum täglichen Leben. Sie sind enthalten in Grundierungen und Imprägnierungen, in Lacken, Lasuren, Versiegelungen für Holz- und Metalloberflächen. Selbst die Dispersionsfarben der „Naturfarben“-Hersteller und sogenannte Wasserlacke enthalten geringe Mengen Lösemittel, auch wenn sie sich als „lösungsmittelfrei“ verkaufen dürfen. Am Bau gibt es inzwischen lösungsmittelarme Dispersionskleber, Haushaltskleber enthalten jedoch fast sämtlich große Mengen Lösemittel, die beim Kleben konzentriert eingeatmet werden
Viele Lösemittel wie Ethanol (Spiritus), Propanol und die Terpene sind wenig veränderte Naturprodukte, die übrigen werden aus Erdöl und Erdgas hergestellt. Im Alltag werden häufig Gemische benutzt, deren Bestandteile nur angegeben werden müssen, wenn sie in der Gefahrstoffverordnung als giftig, gesundheitsschädlich oder reizend eingestuft sind und ihre Konzentration eine bestimmte Grenze überschreitet, z.B. bei Dimethylkarbonat, Ehtylbenzol, Methylglykol, Terpentinöl, Toluol und Xylol mehr als 10%.
Lösemittel stecken auch in Wachsen, Schuhcremes, Emulsionen, Pinselreinigern, Pharmazeutika (Alkohol), Abbeizern, Extraktionsmitteln für Lebensmittel und Geruchsstoffe, in Speisearomen, Kunstharzen, PVC, Nagellack und Nagellackentfernern; Terpene finden sich in Haushaltsreinigern, Kosmetika und Geschirrspülmitteln.
Lösemittel sind Hirn- und Nervengifte, besonders schädlich sind sie als Dämpfe eingeatmet Gespeichert werden sie in Gehirn und Fettgewebe. Lösemittel können einander in ihrer Schadwirkung potenzieren und verstärken die Schädlichkeit von Metallen. Die Betroffenen leiden an Leber- und Nierenschäden.
Symptome: Gliederzittern, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Müdigkeit, Sehstörungen, Konzentrationsschwäche, Schwindel, Trigeminus-Neuralgie, Kribbeln in Händen und Füßen.
Jahrzehntelange Anwendung lösemittelhaltiger Holzschutzmittel in Innenräumen hat bei einem großen Teil der Bevölkerung zu schweren Allergien, Immundefekten und Schäden des Zentralnervensystems geführt.
Nitrosamine sind organische Verbindungen mit einer Gruppe aus 2 Stickstoffatomen und 1 doppelt gebundenen Sauerstoffatom. Sie entstehen in gepökelten Fleisch- oder Wurstwaren aus dem Nitrat der Pökelsalze und den Aminen im Fleisch, Verbindungen aus 1 Stickstoff- und 3 Wasserstoffatomen. Amine, abgeleitet von Ammoniak, kommen in der Natur überall vor und werden für unzählige Zwecke von der chemischen Industrie produziert, nitrosiert werden sie durch Stickoxide (Autoabgase), Ozon und Nitrite.
Im Alltag sind die wichtigsten Nitrosaminquellen Autoabgase , Tabakrauch und alle gepökelten Wurst- und Fleischwaren (besonders stark, wenn sie noch gebraten sind!). Auch Treibhausgemüse im Winter ist nitratreich.
Fast alle bisher untersuchten Nitrosamine sind starke Krebsgifte. Im Tierversuch waren es vor allem: Speiseröhren- und Vormagentumore, Zungentumore, Leukämie, Blasen- und Lebertumore.
Tabakrauch enthält eine Vielzahl von Stoffen, die sich in ihren Wirkungen gegenseitig verstärken oder abschwächen, viele der über 800 Substanzen erzeugen Krebs.
Die Konzentration der Substanzen im Rauch ist im Schwelrauch – wenn der Raucher gerade nicht „zieht“ sehr viel höher als im „Hauptstrom“, den der Raucher einatmet. Ein paar Beispiele zur Erhöhung:
- Anilin bis zu 30 mal, Cadmium bis zu 7 mal, Formaldehyd bis zu 51 mal, Nickel bis zu 31 mal, Nitrosamine bis zu 440 mal!, PAK (Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe)bis zu 4 mal
Insofern sind Passivraucher stark gefährdet. Bei Frauen starker Raucher steigt das Krebsrisiko auf das 3,5 fache, Kinder in Raucherfamilien sind besonders anfällig für Infektionen der Atemwege. Jedes zweite Kind wächst in Raucherfamilien auf!
Angegriffen werden hauptsächlich Atemwege, Bronchien, Lunge und Blutgefäße. Man schätzt, dass 80% der Lungenkrebsfälle bei Männern durch Rauchen verursacht werden, das bedeutet 24 000 Krebstote pro Jahr und die Amputation von 80 000 Beinen von Rauchern in der BRD. Cadmium im Rauch fördert vor allem bei Frauen Osteoporose. Nicotinallergie kann im Epicutantest festgestellt werden.
Typische Erkrankungen durch Rauchen und Passivrauchen: Allergien, Arteriosklerose, Asthma bronchiale, Atemwegserkrankungen, Bronchialkrebs, Herzinfarkt, Kehlkopfkrebs, Lungenkrebs, Osteoporose, Absterben der Gliedmaßen durch Verschluss der Blutgefäße, Schlaganfall, Mittelohrentzündungen bei Kindern in Raucherfamilien.
250 000 Menschen sterben in der Bundesrepublik Deutschland jährlich an den Folgen des Rauchens. Tabakrauch verstärkt die Wirkungen fast aller anderen Alltagsgifte: Acrolein, Alkohol, Amalgam, Asbest, Autoabgase, Blei, Cadmium, Dioxine und Furane, Formaldehyd, Lösemittel, Nitrosamine, PAK, Palladium, Radon...
Das so überschriebene 3. Kapitel gibt eine tabellarische Zusammenstellung von Krankheitssymptomen einer chronischen Vergiftung mit den wahrscheinlich verursachenden Schadstoffen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass chronische Vergiftungen sich meist in mehreren Symptomen äußern – gleichzeitig oder auch nacheinander – ebenso wie häufig mehrere Schadstoffe zu chronischer Vergiftung führen. Einige Beispiele mögen das verdeutlichen. Mögliche Auslöser von:
Anmerken möchte ich zu dieser Aufstellung, dass es für die Symptome auch andere Auslöser als Alltagsgifte geben kann, jedoch nimmt die Bedeutung der Gifte als Krankheitsauslöser durch ihre Allgegewärtigkeit zu. Wo immer es möglich ist, sollte man sie meiden. Da Amalgam fast überall beteiligt ist, sollte man es unter Schutzmaßnahmen entfernen lassen und anschließend die Ablagerungen im Körper ausleiten. Denken Sie auch daran, dass Mütter in der Schwangerschaft das Quecksilber aus dem Amalgam an ihre Kinder weitergeben und diese bereits vergiftet geboren werden (Neurodermitis und andere Symptome).
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