
Die Selen-Supplementation als eine Begleittherapie für HIV-1 Patienten
In einer randomisierten, doppelblinden und placebokontrollierten Studie mit 174 HIV-positiven Patienten konnte die tägliche Gabe von Selen die HIV-1 Viruslast unterdrücken und die CD4–Zahl verbessern. Die Patienten erhielten entweder Selenhefe (200 µg Selen pro Tag) oder ein Placebo über einen Zeitraum von 9 Monaten. Nach Ende der Supplementation wurden die Patienten noch weitere 9 Monate medizinisch begleitet.
Die Selenkonzentrationen im Serum waren in der Verumgruppe signifikant erhöht im Gegensatz zur Placebogruppe. Nach Ausschluss von Störvariablen konnten die erhöhten Selenserumspiegel mit einer verminderten Viruslast und einer verbesserten CD4-Zahl in Verbindung gebracht werden. Unter den Patienten, welche Selen erhalten hatten, hatten die Patienten, die nicht auf die Selengabe reagierten (non-responder) und deren Selenserumspiegel nur leicht anstieg, eine höhere Viruslast und eine verringerte CD4-Zahl. Auf der anderen Seite zeigten die Patienten, die mit Selen behandelt worden waren und deren Selenserumspiegel über 26 µg/L lag, keinen Anstieg der HIV-1 Viruslast, aber einen Anstieg in der CD4-Zahl. Somit schlossen die Autoren: «Die tägliche Selengabe kann das Fortschreiten der HIV-1 Viruslast unterdrücken und eine indirekte Verbesserung der CD4 Zahl liefern. Die Ergebnisse unterstützen die Verwendung von Selen als eine einfache, günstige und sichere Begleittherapie bei einer HIV-Erkrankung.»
Hurwitz BE, et al. Suppression of Human Immunodeficiency Virus Type 1 Viral Load With Selenium Supplementation.Arch Intern Med, 2007; 167: 148-154.
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