Lexikon der Naturheilkunde - Neues aus der Forschung

Niedrige Vitamin B12-Blutspiegel und hohe Homocystein-Werte sind mit einem erhöhten Risiko verknüpft, eine Demenz zu entwickeln.

In einer prospektiven Studie mit ca. 1800 älteren Erwachsenen legten die Ergebnisse nahe, dass ein gesteigertes Risiko, eine Demenz und eine kognitive Störung ohne Demenz (CIND) zu entwickeln, mit einem erhöhten Homocystein-Blutspiegel verknüpft sein könnten, wobei höhere Vitamin B12-Blutspiegel diesem zumindest teilweise entgegen wirken könnten.

Die Teilnehmer wurden für viereinhalb Jahre medizinisch begleitet und hohe Homocystein-Konzentrationen wiesen auf ein über doppelt so hohes Risiko für eine Demenz oder CIND hin. Zusätzlich hatten Personen, welche einen Vitamin B12Plasmaspiegel im unteren Drittel aufwiesen, ein um 61% höheres Risiko für Demenz und CIND, verglichen mit Personen im mittleren Drittel. Wobei Personen, welche einen Vitamin B12-Plasmaspiegel im obersten Drittel aufwiesen, ein um 6% geringeres Risiko für eine Demenz oder CIND hatten, verglichen mit Personen im mittleren Drittel. Die Autoren schlossen daraus: «Erhöhte Vitamin B12-Plasmaspiegel können ein Risiko für eine Homocystein-assozierte Demenz oder CIND senken.»

Haan MN, et al. Homocysteine, B vitamins, and the incidence of dementia and cognitive impairment: results from the Sacramento Area Latino Study on Aging. Am J Clin Nutr, 2007; 85(2): 511-7.