
Das Schlafhormon Melatonin kann vielleicht Migräne verhindern, so eine neue, wissenschaftliche Studie.
Bekannt ist Melatonin als Hormon, das den Schlaf-Wach-Rhythmus regelt. Der Körper bildet es in der Zirbeldrüse. Jetzt fanden Forscher am Albert-Einstein-Krankenhaus in Sao Paolo, Brasilien, heraus, dass ein Ungleichgewicht im Melatonspiegel des Blutes mit Migräne und Cluster-Kopfschmerzen in Verbindung stehen kann.
34 Migränepatienten führten eine Monat lang Tagebuch. Danach bekamen sie einige Wochen lang täglich vor dem Schlafengehen drei Milligramm Melatonin. Während der Studiendauer mussten die Patienten ein Kopfschmerz-Tagebuch führen. Das Ergebnis: Zwei Drittel der Studienteilnehmer hatten wesentlich seltener Migräneattacken, wenn sie Melatonin einnahmen, etwa ein Drittel davon hatte sogar überhaupt keine Kopfschmerzen mehr. Melatonin hatte sich hier zur Vorbeugung von Migräne bewährt.
Allerdings muss man berücksichtigen, dass es sich um eine kleine, offene Studie handelte. Das heißt, die Patienten wussten, dass sie das Hormon schluckten und erwarteten eine Wirkung. Jetzt planen die Wissenschaftler deshalb eine groß angelegte Untersuchunge. Dabei bekommt nur ein Teil der Probanden Melatonin, der andere ein Placebo (Scheinmedikament). Beide Gruppen wissen nicht, ob sie das echte, oder eine wirkungslose Substanz einnehmen. Damit gibt es wissenschaftlich stichhaltige Ergebnisse.
Sie sollten Informationen aus unserem Seiten niemals als alleinige Quelle für gesundheitsbezogene Entscheidungen verwenden. Bei gesundheitlichen Beschwerden fragen Sie einen anerkannten Therapeuten, Ihren Arzt oder Apotheker. Bei Erkrankungen von Tieren konsultieren Sie einen Tierarzt oder einen Tierheilpraktiker. Die Artikel und Aufsätze unserer Seiten werden ohne direkte medizinisch-redaktionelle Begleitung und Kontrolle bereitgestellt. Nehmen Sie bitte niemals Medikamente (Heilkräuter eingeschlossen) ohne Absprache mit Ihrem Therapeuten, Arzt oder Apotheker ein.