Lexikon der Naturheilkunde - Neues aus der Forschung

Magnesium-Mangel fördert diabetische Folgeschäden

Diabetiker sollten unbedingt ein besonderes Augenmerk auf ihre Versorgung mit dem Mineralstoff Magnesium richten. Darauf wies die  „Gesellschaft für Biofaktoren e.V." auf einer wissenschaftlichen Tagung in Frankfurt a. Main hin. Denn ein Magnesium-Mangel, der bei Diabetikern besonders häufig vorkommt, fördert nicht nur den Diabetes, sondern auch die gefürchteten Folgeschäden der Stoffwechselstörung an Herz und Blutgefäßen. Aktuellen Studien zufolge scheinen entzündliche Prozesse in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle zu spielen.

Wie mexikanische Wissenschaftler nachwiesen, steigt bei erniedrigten Magnesium-Konzentrationen im Blutserum das so genannte C-reaktive Protein (CRP) an, ein Eiweißkörper, welcher bei entzündlichen Vorgängen vermehrt ins Blut abgegeben wird. Erhöhte CRP-Werte gelten als Risikofaktor für die Entstehung von (Gefäß-)Komplikationen wie Thrombosen und Herzinfarkte. Je schlechter die Stoffwechseleinstellung, umso höher sind die CRP-Werte. Weitere Studien zeigten, dass durch Magnesium-Gaben die Wirksamkeit des Insulins verbessert werden kann.

Magnesium ist vor allem in Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten und Nüssen enthalten. Im Zweifelsfall und bei Risikopersonen rät die „Gesellschaft für Biofaktoren", regelmäßig ein Magnesiumpräparat einzunehmen.