
Ob Infekte der oberen Atemwege oder Mittelohrentzündung - gerade bei Kindern wird ein Antibiotikum schnell verordnet. Kanadische Forscher raten jedoch zu vorsichtigem Umgang mit Penicillin & Co., da eine frühe Gabe ihrer Ansicht nach bei den Kleinen das Asthmarisiko fördert.
Vor allem die Einnahme von Antibiotika vor Vollendung des ersten Lebensjahres scheint die Neigung zu krampfartigen Verengungen der Bronchien zu begünstigen. Wissenschaftler der Universität Vancouver analysierten die Daten von über 12 000 Kindern aus insgesamt 12 Studien. Danach litten jene kleinen Patienten, die bereits als Baby mit Antibiotika therapiert wurden, doppelt so häufig an der anfallsweise auftretenden Atemnot wie ihre unbehandelten Altersgenossen.
Das Risiko, im Kindesalter an Asthma zu erkranken, stieg zudem mit jeder zusätzlichen antibiotischen Gabe vor dem ersten Geburtstag. Die Wissenschaftler mahnen daher, dass nicht jede Infektion den Einsatz von Antibiotika erfordere. Viele Erkrankungen der oberen Atemwege werden zudem durch Viren hervorgerufen, was die Verwendung von Antibiotika ohnehin nutzlos macht. Eine adäquatere Therapie könne somit eventuelle Spätfolgen verhindern.
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