
Der Bedarf an Calcium ist während der Pubertät sehr hoch und gerade viele Jugendliche nehmen zu wenig Calcium mit der Nahrung auf. Diese geringe Aufnahme kann aber die Entwicklung des Skeletts beeinträchtigen. Der Effekt einer Calcium Supplementation in diesem Alter und der Zeitpunkt der Einnahme, um einen signifikanten protektiven Effekt für die Gesundheit der Knochen zu erzielen, wird immer noch diskutiert.
Das Ziel dieser Studie war die Beurteilung des Effekts einer Calcium Supplementation auf die Knochenmassenanlagerung bei weiblichen Jugendlichen, welche ansonsten wenig Calcium zu sich genommen hatten. In einer doppelblinden, placebokontrollierten, ein Jahr dauernden Studie bekamen 100 Mädchen (durchschnittlich 14 Jahre alt), welche normalerweise weniger als 800 mg Calcium täglich aufnahmen, eine Gabe von 1 g elementarem Calcium oder ein Placebo. Die Knochendichte und der Knochenmineralgehalt des gesamten Körpers, der Lendenwirbelsäule und des Oberschenkelhalses wurden zu Beginn der Studie erfasst und dann nach 6 und 12 Monaten Supplementation nochmals gemessen. Es wurden weiterhin die Marker des Knochenumsatzes (Osteocalcin und Deoxypyridinolin), das Parathormon und Vitamin D im Blut bestimmt. Die Gruppe, welche Calcium erhielt, hatte sowohl eine stärkere Zunahme der Knochendichte im gesamten Körper und in den Lendenwirbeln, als auch einen signifikant gesenkten Knochenumsatz als die Kontrollgruppe zu verzeichnen. Eine Einnahme von Calcium scheint besonders nutzbringend für weibliche Teenager 2 Jahre nach Beginn der Menstruation. Die Autoren empfahlen die Einnahme von Calcium-Supplementen bei weiblichen Jugendlichen, welche wenig Calcium über die Nahrung aufnehmen, um die Knochenmineralabsetzung zu verbessern und damit hoffentlich das Osteoporose-Risiko zu einem späteren Zeitpunkt im Leben zu senken.
Quelle: Rozen GS, Rennert G, Dodiuk-Gad RP, Rennert HS, Isb-Shalom N, Diab G, Raz B, Isb-Shalom S. Calcium supplementation provides an extended window of opportunity for bone mass accretion after menarche. Am J. Clin Nutr. 2003 Nov; 78(5):993-8.
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