Naturheilkunde von A bis Z
Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass man einen Text nur dann versteht, wenn man auch die Worte definieren kann, die in den Texten vorkommen. Es ist nicht zu vermeiden, dass wir in unseren Texten Worte verwenden, die Sie vielleicht nicht immer verstehen. In unserem Lexikon finden Sie Antworten.


Eine Netzhautablösung (Ablatio retinae) ist eine bedrohliche Erkrankung des Auges, die durch Abhebung der Netzhaut (Retina) von ihrer Versorgungsschicht, dem Pigmentepithel (Pars pigmentosa), entsteht. Die Netzhaut liegt dem Pigmentepithel normalerweise direkt auf, ist allerdings nicht fest mit diesem verwachsen.
Zugkräfte von Anheftungsstellen des schrumpfenden Glaskörpers an die Netzhaut, können zu Netzhautrissen führen. Diese Risse ermöglichen das Eindringen von Flüssigkeit zwischen Netzhaut und Pigmentepithel. Es kommt so zu einer Netzhautablösung.
Ist die Netzhaut mit ihren Nervenzellen und Photorezeptoren nicht mehr durch den Kontakt mit dem Pigmentepithel versorgt, kommt es bereits nach etwa 48 Stunden zu einem teilweise irreparablen Funktionsverlust der betroffenen Netzhautanteile. Die Netzhaut kann durch eine Operation wieder an das Pigmentepithel angelegt werden. Die Sehfähigkeit der betroffenen Netzhaut kann sich in Abhängigkeit der abgelösten Zeitspanne dann wieder etwas bessern. Ohne Operation tritt eine vollständige Ablösung der Netzhaut und damit eine Erblindung des betroffenen Auges ein. Langfristig droht eine Phthisis bulbi und damit ein Verlust des Auges.
Erste Warnzeichen sind das Auftreten von Lichtblitzen (Glaskörperzug) und "Mückensehen" (Netzhautrisse). Eine fortschreitende Netzhautablösung äußert sich durch eine vorhangartige Gesichtsfeldeinschränkung und bei Ablösung der Netzhautmitte auch in einem schlagartigen Verlust der Lesefähigkeit des betroffenen Auges.

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