Naturheilkunde von A bis Z
Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass man einen Text nur dann versteht, wenn man auch die Worte definieren kann, die in den Texten vorkommen. Es ist nicht zu vermeiden, dass wir in unseren Texten Worte verwenden, die Sie vielleicht nicht immer verstehen. In unserem Lexikon finden Sie Antworten.


Der Begriff Meningitis oder Hirnhautentzündung bezeichnet eine Entzündung der Hirnhäute (Meningen) oder der Rückenmarkshaut. Ursache für die Entzündung sind meistens Viren, aber auch Bakterien, Pilze oder Parasiten.
Häufige Symptome der Meningitis sind grippeähnliche Symptome, hohes Fieber, Kopfschmerzen oder Erbrechen. Später können dann Nackensteifigkeit (Meningismus, auch Opisthotonus) oder Hautausschläge dazukommen. Ein Beugen des Kopfes führt zum reflektorischen Beugen im Knie (Brudzinski-Zeichen, andere Testverfahren des Meningismus: Kernig-Zeichen und Lasegue-Zeichen). Eindringwege für Bakterien sind oft die Lungen, das Mittelohr aber auch Schädelfrakturen ermöglichen ein Besiedeln des Zentralnervensystems.
Bereits beim geringen Verdacht sollte mittels einer Lumbalpunktion Gehirnflüssigkeit entnommen werden. Die Punktion erfolgt vorzugsweise zwischen dem 4. und 5. bzw. 3. und 4. Lendenwirbelkörper. Eine Färbung der normalerweise durchsichtigen klaren Flüssigkeit kann ihre Ursache in einer Einblutung bei der Punktion haben. Ist jedoch mehr als der erste Strahl verfärbt, dann spricht vieles für eine Blutung im Liquorraum. Grüngelbe Verfärbungen spechen für eine bakterielle Meningitis. Eine Trübung des Liquor kommt durch einen Anstieg der Leukozytenzahl zustande. Die Glukosemenge sollte 2/3 der Blutzuckerkonzentration betragen, ist der Wert erniedrigt, spricht dies für einen bakterielle Meningitis. Auch sollte eine Analyse des Blutes auf Bakterien gemacht werden. Bis ein genaues Ergebnis beider Proben vorliegt wird mittels eines Breitbandantibiotikums behandelt. Kinder zeigen hier andere Erreger als Erwachsene, weshalb auch unterschiedliche Medikamente zur Anwendung kommen.
Zahlreiche Komplikationen können bei der Meningitis auftreten. So kann es zum Beispiel zu einer Blutvergiftung (Sepsis) kommen, in deren Folge schlimmstenfalls zu einem septischen Schock. Unbehandelt verläuft die Hirnhautentzündung oft tödlich, doch auch unter Therapie liegt die Sterblichkeit je nach Art der Meningitis und dem Zeitpunkt des Behandlungsbeginns zwischen 5% und 30%. Im Krankheitsfalle ist also keine Zeit zu verlieren und ein Arzt rasch aufzusuchen!
Eine Meningitis kann im Extremfall zum Tode führen. Eine gefürchtete Folge von Meningitis ist die geistige Behinderung.
siehe auch Meningokokken
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