Naturheilkunde von A bis Z

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass man einen Text nur dann versteht, wenn man auch die Worte definieren kann, die in den Texten vorkommen. Es ist nicht zu vermeiden, dass wir in unseren Texten Worte verwenden, die Sie vielleicht nicht immer verstehen. In unserem Lexikon finden Sie Antworten.


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Fieber



Fieber (von althochdeutsch fiebar; lateinisch febris) ist eine Erhöhung der Körpertemperatur über 37 °C als Folge einer Sollwertverstellung im hypothalamischen Wärmeregulationszentrum des Menschen. Im Gegensatz dazu findet bei der Hyperthermie keine Erhöhung des Sollwertes statt.

Die durchschnittliche Temperatur des menschlichen Körpers beträgt normalerweise 37 °C, selbst bei äußerlichen Temperaturschwankungen. Bei Fieber erhöht sich die Temperatur, je nach Quelle liegt der Höchstwert zwischen 42 °C und 43 °C. Eine Temperatur über 42,6 °C ist meist tödlich, was daran liegt, dass selbst bei 37 °C Körpertemperatur in der Leber eine Temperatur um etwa 41 °C herrscht. Steigt nun die Körpertemperatur über den letalen Wert an, so gerinnt das Eiweiß der Körperzellen in einigen Organen, was zu einem (multiplen) Organversagen führen kann.

Ob es sich bei Fieber um eine Abwehrreaktion des Organismus oder eine zwangsweise Reaktion auf temperaturerhöhende Stoffe, wie Endotoxine handelt, ist bis heute nicht geklärt. Fieber kommt als Temperaturerhöhung auch bei vielen Tier- und sogar Pflanzenarten vor.

Die Bedeutung des Fiebers:

  • Das Fieber ist keine Krankheit. Fieber entwickelt der Mensch, um abzuwehren. Pro Zehntelgrad Temperaturerhöhung halbiert sich die Teilungsrate von Viren und Bakterien.
  • Je mehr fieberhafte Erkrankungen ein Mensch in der ersten Hälfte der Biographie hat, desto unwahrscheinlicher sind Tumorerkrankungen in der zweiten Hälfte der Biographie.
  • Auch später schützen fieberhafte Erkrankungen vor Tumoren. Vor dem Auftreten von Tumoren haben die meisten Menschen Jahrelang kein Fieber gehabt, die Temperaturkurve ist niedrig und hat eine kleine Amplitude oder zeigt kaum einen circadianen Rhythmus. Fieber verbessert den Tagesgang der Temperaturkurve wieder. Ein ausgeglichener Temperaturrhythmus ist Ausdruck einer gesunden Konstitution.
  • Fieber schützt auch vor der Entwicklung einer Allergie.
  • Fieber ist ein Immuntraining

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