Naturheilkunde von A bis Z
Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass man einen Text nur dann versteht, wenn man auch die Worte definieren kann, die in den Texten vorkommen. Es ist nicht zu vermeiden, dass wir in unseren Texten Worte verwenden, die Sie vielleicht nicht immer verstehen. In unserem Lexikon finden Sie Antworten.


Als Darmkrebs wird ein maligner Tumor des Darmes bezeichnet.
In 98 Prozent der Fälle handelt es sich um Adenokarzinome, welche sich aus den Drüsen der Darmschleimhaut ableiten. Häufig sind die Tumoren bei Entdeckung zentral ulzeriert und nekrotisch.
Daneben gibt es selten auch Karzinoide, vor allem im Wurmfortsatz, und Leiomyosarkome sowie gastrointestinale Stroma Tumore, die sich aus der glatten Muskulatur bzw. dem Bindegewebe der Darmschleimhaut ableiten. Diese machen aber zusammen weniger als 2 Prozent des Darmkrebs aus, deshalb wird im folgenden nur auf Adenokarzinome des Zökums, Kolons und Rektums eingegangen.
40 Prozent der Adenokarzinome des Dickdarmes sind Rektumkarzinome, 30 Prozent sind Sigmakarzinome und weitere 20 Prozent sind Zökumkarzinome. Bösartige Tumoren im Dünndarm sind äußerst selten.
Darmkrebs ist häufig sehr lange symptomlos. Erst wenn der Tumor in größerem Maße anfängt zu bluten oder wenn er das Darmlumen signifikant einengt, kommt es zu Symptomen. Typische Symptome sind dann Blut oder Schleim im Stuhl, Darmkrämpfe, Bleistift- oder Ziegenköttelstühle, Durchfälle und Verstopfungen, sowie häufig quälende Flatulenz. Durch den Blutverlust kann es zu Anämien und ungewolltem Gewichtsverlust (Kachexie) kommen.
Das einzige Frühsymptom sind okkulte Blutungen, also unsichtbare Blutungen, die mit Stuhltests (z.B. Hämoccult®) festgestellt werden können. In einigen Ländern wird dieser Test als Screening für Darmkrebs benutzt.

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