Naturheilkunde von A bis Z

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass man einen Text nur dann versteht, wenn man auch die Worte definieren kann, die in den Texten vorkommen. Es ist nicht zu vermeiden, dass wir in unseren Texten Worte verwenden, die Sie vielleicht nicht immer verstehen. In unserem Lexikon finden Sie Antworten.


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Dünndarm



Der Dünndarm ist der Teil des menschlichen Verdauungstraktes, der zwischen Magen und Dickdarm liegt.

  • Zwölffingerdarm (Duodenum)
  • Leerdarm (Jejunum)
  • Krummdarm (Ileum)

Die letzten beiden Darmabschnitte werden auch als Gekrösedarm (Intestinum mesenteriale oder -tenue) zusammengefasst.

Der Krummdarm ist im Durchschnitt 2,5 Meter lang, wogegen der Leerdarm ungefähr eine Länge von 3,5 Metern erreicht.

Der Dünndarm ist der Hauptort der Verdauung und Aufnahme der Nahrungsbestandteile (Kohlenhydrate, Eiweißstoffe, Fette, Vitamine, Salze und Wasser). Zu diesem Zweck ist seine innere Oberfläche durch Falten, Zotten und Mikrovilli enorm vergrößert. Die Falten alleine - als Kerckring-Falten oder Plicae circulares bezeichnet - vergrößern die Oberfläche allein schon um das dreifache, die Zotten um einen zusätzlichen Faktor von 7 bis 14, die Mikrovilli wiederum um einen Faktor von 15 - 40. Am Anfang des Dünndarms wird die Nahrung noch weiter gespalten. Durch die Vermischung mit der Gallensäure und den Sekreten der Bauchspeicheldrüse werden die Kohlenhydrate und Fette in ihre Bestandteile aufgesplittet. Diese wiederum werden also dann von der Darmwand absorbiert und in der Leber gereinigt. Danach werden sie dem Blut zugeführt.

Täglich werden im Dünndarm ca. 9 Liter Wasser resorbiert, wobei davon an die 1,5 Liter aus der Nahrung bzw. der getrunkenen Flüssigkeit stammen oder stammen sollten. Der Rest gelangt mit den Sekreten aus Verdauungsdrüsen und Drüsenzellen in den Verdauungstrakt. Dabei liefern die Speicheldrüsen einen Anteil von ca. 1 Liter, der Magen mit seinen Sekreten ca. 1,5 Liter, der Dünndarm selbst ca. 3 Liter und die Galle an die 0,6 Liter.

Die Aufnahme von Wasser erfolgt entlang eines osmotischen Druckgradienten, was vom Dünndarm verlangt, diesen Druckgradienten aufrecht erhalten zu können.

 

siehe auch Darm


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