Naturheilkunde von A bis Z
Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass man einen Text nur dann versteht, wenn man auch die Worte definieren kann, die in den Texten vorkommen. Es ist nicht zu vermeiden, dass wir in unseren Texten Worte verwenden, die Sie vielleicht nicht immer verstehen. In unserem Lexikon finden Sie Antworten.


Die Cellulite (Cellulitis, Apfelsinenhaut, gelegentlich auch Zellulite geschrieben) bezeichnet sichtbare Veränderungen des Unterhautgewebes, vor allem im Oberschenkelbereich. Diese höckrigen Verdickungen der Haut treten hauptsächlich bei Frauen auf. Zur Behandlung der Cellulite werden Massagen, Körperwickel, Diäten oder Medikamente eingesetzt.
Was ist Cellulite?
Zellulite ("Orangenhaut") wird eine Fettverteilungsstörung im Oberschenkel- und Gesäßbereich genannt, die vor allem bei Frauen häufig zu finden ist. Statt "Zellulite" wird häufig auch der Ausdruck "Zellulitis" verwendet, der allerdings nicht ganz korrekt ist. Die Endung "itis" deutet immer auf einen entzündlichen Prozess hin, und das ist hier nicht der Fall. Das Gewebe ist lediglich in seiner Struktur verändert. Wenn sich durch Gewichtszunahme Fett im Bindegewebe einlagert, kommt es zur Ausprägung der typischen "Orangenhaut". Auch wenn die Eigenspannung der Haut durch den natürlichen Alterungsprozess nachläßt, kann Zellulite entstehen.
Die "Orangenhaut" ist ein fast ausschließlich weibliches Problem. Warum? Das bereits angesprochene Bindegewebe weist bei der Frau eine Struktur auf, die extrem dehnungsfähig ist. Die Natur hat hier z.B. für eine Schwangerschaft die nötige Anpassungsfähigkeit vorgesehen.
Die Zellulite tritt am häufigsten an den Oberschenkeln auf, ist aber je nach Typ auch an anderen Körperstellen wie Hüften und Gesäß zu finden.
- Der "lepsotome Typ" – groß, schlank und asketisch wirkend, hat weniger Probleme (höchstens mit Fettpolstern an Gesäß und Oberschenkeln).
- Der "athletische Typ" – muskulös und breitschultrig, mit massivem Knochenbau, hat selten mit Zellulite zu tun.
- Aber bei Gewichtszunahme und hormonellen Umstellungen im Körper kann es zur Ausbildung von Zellulite kommen.
- Zum "pyknischen Typ" rechnet man Personen mit rundlichem und gedrungenem Körperbau und ausgeprägten weiblichen Formen. Diese Frauen haben aufgrund eines meist schwachen Bindegewebes besonders häufig mit Zellulite zu tun.
Man unterscheidet verschiedene Stadien von Zellulite. Mit einem einfachen Test können Sie feststellen wie stark sie betroffen sind:
- Stadium 1 – Beim Zusammendrücken der getesteten Körperstellen wird eine leichte Form von Orangenhaut sichtbar. Es treten keine Schmerzen auf.
- Stadium 2 – Die Orangenhaut ist auch ohne Zusammendrücken der Haut sichtbar. Zusammengedrückte Körperstellen schmerzen.
- Stadium 3 – Die Haut ist schlecht durchblutet und wirkt fahl. Die betroffenen Körperstellen sind schlaff und weisen eine unregelmäßige Struktur auf. Beim Drucktest starke Schmerzen.
Entwässern und Entschlacken
Im Zusammenhang mit Zellulite spielen vor allem die Mineralstoffe Natrium und Kalium, die unseren Wasserhaushalt regulieren, eine wichtige Rolle. Da Zellulite häufig von Wassereinlagerungen im Gewebe begleitet wird, kann eine kaliumreiche Ernährung (Obst und Gemüse, z.B. Broccoli, Sellerie, Tomaten, Ananas, Bananen) und eine Trinkkur (z.B. Brennessel-, Schafgarbe-, Schachtelhalm- und grüner Tee sowie Heilwässer) auf lange Sicht unschöne Zellulitedellen rückbilden.
Den Organismus umstimmen – Streichen Sie ungesunde und überflüssige Nahrungsmittel (Süßigkeiten, Fette und andere Kalorienbomben) von ihrem Speiseplan und versuchen Sie Ihr Normalgewicht zu erreichen bzw. aufrecht zu erhalten (keine Radikalkur – eine solche strapaziert die Haut und läßt sie weiter erschlaffen).
Genußgifte vermeiden – Verzichten Sie auf Kaffee und alkoholische Getränke und versuchen Sie, falls Sie Raucher/in sind, mit dem Rauchen aufzuhören, da Nikotin die Durchblutung verhindert und somit Zellulite begünstigt.
Bindegewebe straffen – Führen Sie regelmäßig Wechselbäder durch; auch Bürsten auf der trockenen Haut (zweimal täglich) stärkt das Gewebe. Bewährt haben sich außerdem gymnastische Übungen beispielsweise mit dem Terraband.
Für ausreichend Bewegung sorgen – Wie bei so vielen kleinen Übeln hilft auch hier mäßige sportliche betätigung. Bewegung strafft die Haut und das Gewebe. Besonders geeignet sind Radfahren, Laufen und Schwimmen.
Peeling durchführen – Ein regelmäßiges Peeling (kräftige Massage zur Entfernung der obersten abgestorbenen Hautschicht) an den Problemzonen sorgt für eine bessere Durchblutung und befreit die Haut von abgestorbenen Zellen. Benutzen Sie am besten Naturprodukte (z.B. Salz aus dem toten Meer, Seesand aus der Apotheke).

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