Naturheilkunde von A bis Z

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass man einen Text nur dann versteht, wenn man auch die Worte definieren kann, die in den Texten vorkommen. Es ist nicht zu vermeiden, dass wir in unseren Texten Worte verwenden, die Sie vielleicht nicht immer verstehen. In unserem Lexikon finden Sie Antworten.


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Clostridium perfringens




Clostridium perfringens: Dieser Erreger kann im menschlichen Körper Krankheiten auslösen. Mit Hilfe eines Speicheltests auf  pathogene Erreger (Syncrometertest) kann festgestellt werden, ob man belastet ist. Mit Hilfe verschiedener naturheilkundlicher Verfahren kann der Erreger im Körper bekämpft und unschädlich gemacht werden.

Clostridium perfringens ist ein stäbchenförmiges, grampositives, sporenbildendes, (un)begeißeltes Bakterium der Gattung Clostridium. C. perfringens ist ein strikter Anaerobier, der das kurzzeitige Aussetzen in sauerstoffreicher Atmosphäre problemlos überlebt. Der Organismus kann im Boden (anaerobe Zonen), in Wasser, Staub und Lebensmitteln, aber auch im Darm von Mensch und Tier nachgewiesen werden (1000-10.000 Keime/g Fäzes). Im Boden zählen Clostridien zu den wichtigsten anaerob Cellulose-abbauenden Mikroorganismen.

Das Temperaturoptimum von C. perfringens liegt bei ca. 43 bis 47°C (mit Generationszeiten von 8 bis 12 min), Extrembereich min. bei 10 bis 18 °C und max. bei 50 bis 52°C. Die Sporen können, abhängig von diversen Umweltfaktoren, Temperaturen von 60°C überleben. Die Hitzeresitenz ist je nach Stamm sehr variabel und kann bei 100°C bis zu 60 Minuten gehen. Das Toxin ist hitzelabil (4 min bei 60°C). Als D-Wert werden 15 bis 145 min bei 90°C und 0,31 bis 38 min bei 100°C angegeben.

C. perfringens bildet für den Menschen pathogene Exotoxine (Enterotoxine) der Serotypen A, B, C, D und E aus. Er zählt mit weiteren Clostridien zu der Gruppe der Gasbrandbazillen und erregt den Gasbrand, die Gasphlegmone und das maligne Ödem. Gasbrandbazillen bilden mindestens 12 verschiedene Toxine, die als Enzyme (Proteasen, Kollagenasen, Desoxyribonukleasen und Phospholipasen) wirken. Die Enzyme bauen entsprechend Gewebe ab und führen zu Nekrosen im betroffenen Muskelgewebe. Serotyp C verursacht die sogenannte Enteritis necroticans. Das Toxin verursacht akute abdominale Schmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Diarrhoe. Der Krankheitsverlauf ist relativ mild und die Symptome verschwinden nach 12-24h wieder.

C. perfringens zählt zu den Lebensmittelvergiftern. Die Infektionsdosis liegt bei 700.000 Keimen/g, bei Lebensmittel meist noch höher. Gefährdete Lebensmittel sind warmgehaltenes Fleisch (Rindfleisch, Geflügel), Austern und andere Meeresfrüchte.

 

siehe auch Clostridien


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