Neues aus der Forschung

Die Naturheilkunde gibt dem Körper die Stoffe, die ihm fehlen, um das harmonische Gleichgewicht selbst wiederherzustellen zu können. Sie verwendet dazu ausschließlich solche Substanzen, die der Mensch im Idealfall aus dem Angebot von Mutter Natur über eine ausgewogene Nahrung bekommen könnte. Die Naturheilkunde stärkt also das natürliche Immunsystem und die Kräfte des Körpers, um mit den Belastungen der Umwelt selbst fertig werden zu können. 


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Fischöl -

Eine sichere Alternative zu Antiarrhythmika?


Verschiedene vorausgegangene Studien konnten zeigen, dass eine gesteigerte Einnahme von Omega-3mehrfach ungesättigten Fettsäuren gewonnen aus Fischen, und speziell Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA), das Risiko an einer Herzkreislauferkrankung zu sterben, senken kann. Burr et al. publizierten den ersten randomisierten Versuch über den Effekt von Fischverzehr auf die Todesursache „Koronare Herzkreislauferkrankungen", der „Diät - und Reinfarkt - Versuch" (DART). In DART wurden 2000 Männer mit einem vorangegangen Herzinfarkt randomisiert auf dreiverschiedene Diätstrategien aufgeteilt: Erste Gruppe: Senken des Verzehrs gesättigter Fette; zweite Gruppe: Steigerung des Konsums von Nahrungsfasern; dritte Gruppe: Steigerung des Fischverzehrs. Bei den Teilnehmern, welche die Anweisung erhalten hatte mindestens zweimal pro Woche eine Portion fetten Fisches zu essen, sank die Todesrate bezogen auf die Herzkreislauferkrankung um 29%. Zwei weitere große US - Studien, eine retrospektive und die andere prospektiv, befassten sich mit der Frage, ob die Ergänzung der Nahrung mit n-3-Fettsäuren und deren Blutspiegeln mit dem Risiko eines Herzstillstandes in Verbindung gebracht werden könnte. Beide Studien konnten zeigen, dass sich das Risiko um 50% senken lässt, wenn man einmal pro Woche Fisch isst, und sgar um 81-90% tiefer liegt bei Personen, welche hohe n-3-Fettsäure -Blutspiegel hatten. Burr et al. vermuteten, dass der Fischverzehr das Risiko einer ventrikulären Arrhythmie (ein abnormer Herzrhythmus mit häufig fatalen Folgen, welcher bei einer Herzkreislauferkrankung vorkommen kann) senken könnte und deshalb, dass Risiko, nach einem Herzinfarkt zu sterben, ebenfalls reduzieren könnte. Ebenso zeigten die Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA im Tiermodell klare antiarrhythmische Eigenschaften. In einem kürzlich durchgeführten, groß angelegten Versuch, dem GISSI - Prevenzione - Versuch, erhielten 11'000 Patienten, welche vor kurzem einen Herzinfarkt erlitten hatten, entweder Fischöl und/oder Vitamin C. Die Patienten, welche Fischöl erhalten hatten, hatten ein 20% geringeres Sterberisiko, welches sich zum grössten Teil auf eine Reduktion um 53% durch Herzstillstand (normalerweise durch eine Arrhythmie hervorgerufen) zurückverfolgen ließ. In einem kürzlich erschienenen Artikel berichten Schrepf et al. über neue Anhaltspunkte über die akuten antiarrhythmischen Eigenschaften der Omega-3Fettsäuren. Die Forscher befassten sich mit Männern, welche eine Herzkreislauferkrankung und speziell eine anhaltende ventrikuläre Arrhythmie aufwiesen. In einem Kontrolllaborversuch konnte eine intravenöse Infusion von 3,8 g Omega-3-Fettsäuren die Herzerregbarkeit und das Risiko einer akuten Arrhythmie markant senken. Diese Ergebnisse in Verbindung mit vorhergehenden experimentellen Daten, lassen stark vermuten, dass der Vorteil der Omega-3Fettsäuren in der Senkung der Mortalität nach einem Herzinfarkt mit der Senkung des Risikos eines plötzlichen Herzstillstandes, hervorgerufen durch eine Arrhythmie, zusammenhängt. Zurzeit sind drei weitere große randomisierte Versuche über den Effekt von Fischöl - Supplementen auf häufig wiederkehrende Arrhythmieepisoden im Gange. Sollten diese Versuche die antiarrhythmischen Eigenschaften von EPA und DHA bestätigen, so sollte Fischöl als eine weniger toxische Alternative zu den traditionellen Antiarrhythmika in Betracht gezogen werden.

Quellen: ML B1471; AM Fehily, JF Gilbert et al., Effects of changes in fat, fish, and fibre intakes on death and myocardial reinfarction: diet and Reinfarction Trial (DART). Lancet 1989; 2:757-761.

DS Siscovick, TE Raghunathan, I King et al., Dietary intake and Gell membrane levels of long-chain n-3 polyunsaturated fatty acids and the risk of primary cardiac arrest. Journal of the American Medical Association 1995; 274:1363-1367.

CM Albert, CH Hennekens, CJ O'Donnell et al., Fish consumption and decreased risk of sudden cardiac death. Journal of the American Medical Association 1998; 279.23-28.

R Marchioli, F Barzi, E Bomba et al. Early protection against sudden death by n-3 polyunsaturated fatty acids after myocardial infarction: time-course analysis of the results of the GISSI-Prevenzione. Circulation 2002; 105:1897-1903.

Schrepf R, Zimmert T, Claus Weber P et al. Immediate effects of n-3 fatty acid infusion on the induction of sustained ventricular tachycardia.

Lancet. 2004; 363:1441-2.

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