Naturheilkunde von A bis Z

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass man einen Text nur dann versteht, wenn man auch die Worte definieren kann, die in den Texten vorkommen. Es ist nicht zu vermeiden, dass wir in unseren Texten Worte verwenden, die Sie vielleicht nicht immer verstehen. In unserem Lexikon finden Sie Antworten.


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Abhärtung



Abhärtung: Schutz vor Krankheiten und Stressanfälligkeit

Eine regelmäßige körperliche Aktivität bewirkt komplexe Veränderungen des Organismus, die als Abhärtung bezeichnet werden. Es handelt sich dabei um eine verbesserte Temperaturregulation, gesteigerte Resistenz gegenüber Infektionen, vertiefte Erholung, erhöhte Toleranz gegenüber Sauerstoffmangel, Strahlung und Wasserverlust, gesenkte Tumorinzidenz und psychische Stabilität.

Mechanismen und Folgen der Abhärtung:

Temperaturregulation:

Sporttreibende müssen sich beim Training mit einem Übermaß an metabolischer Wärme (Schwitzen) auseinandersetzen. Der Abfall der Körpertemperatur wird vermindert, die Toleranz gegenüber Kälte erhöht.

Infektionsresistenz:

Vorkommen und Dauer von Infektionskrankheiten sind bei Personen mit guter Fitness herabgesetzt, da ihre zellulären Abwehrmechanismen gesteigert, die Atemwege besser durchblutet und die Temperaturregulationsreflexe verbessert sind.

weniger Tumore:

der Lebensstil Sporttreibender ist zumeist gesünder, und ihr Körper entwickelt ein verbessertes antioxidatives Potential (Schutz vor freien Sauerstoffradikalen).

vertiefte Erholung:

sie kommt nicht nur nach trainingsbedingter Ermüdung zur Geltung, sondern auch nach Ermüdungszuständen anderer Art.

verbesserte Wundheilung:

die verbesserte Durchblutung und Neubildung von Gefäßen bedingt eine rasche Heilungstendenz; der Medikamentenverbrauch ist meist niedrig. Toleranz gegenüber Sauerstoffmangel, Wasserverlust,

Strahlen und toxischen Substanzen:

der trainierte Körper gewöhnt sich rasch an Sauerstoffmangel und Wasserverlust und entwickelt entsprechende Adaptionsmechanismen. Die Leber ist vergrößert, was zu einer besseren Entgiftung des Körpers führt.

psychische Stabilitat:

die Hirndurchblutung wird gesteigert, der Blutdruck und die Körpertemperatur steigen passager an, das vegetative Nervensystem spricht besser an. Somit hat sportliches Training einen antidepressiven Effekt.

Wöchentlich etwa drei Stunden einer vielseitigen, ausdauerbetonten sportlichen Aktivität ergeben einen guten Grad von Abhärtung. Das Pensum sollte auf 2 bis 3 Trainingseinheiten verteilt sein. Die Kreuzadaptation ist jedoch auch reversibel:

Bei Trainingsunterbrechung bildet sie sich zuruck. In der Erholungsphase sollte der Körper unterstützt werden durch Ernährung, Flüssigkeitssubstitution, Baden, Meiden von Zugluft etc.

Spitzensportler allerdings sind generell anfälliger: Denn bei ihnen werden Trainigseinheiten angesetzt, bevor die Erholung von der vorangegangenen Belastung abgeschlossen ist, so dass sie sich überlasten.


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